Marudai und was man sonst noch braucht am Anfang

Für alle, die traditionell auf dem hölzernen Marudai oder anderen Flechtstühlen flechten.
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Wendolina
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Marudai und was man sonst noch braucht am Anfang

#1

Beitrag von Wendolina » 15.11.2007, 08:35

Hallo Leute.

Ich clicke jetzt schon eine Weile hin und her. Kumihimo scheint eine weitere Art der Meditation zu sein bei der die Hände nicht ruhig bleiben. Schön, dass man bei der Suche nach der inneren Meditation produktiv sein kann.

Aber schon vor Beginn, bei der Anschaffung der Ausstattung, stehe ich vor einem Problem: welches Gewicht der Tama ist denn für den "Absolut Beginner" empfehlenswert, 35g oder 70 g? Und wie sieht es aus mit dem verwendeten Garn? Am Anfang lieber dicker (2mm) oder ist das egal? Und welche Sorte? Ich kann mir vorstellen, dass Baumwolle mehr Widerstand bietet als z.B. Viskose. Aber was macht die Arbeit am Anfang gefälliger und bietet ein regelmäßigeres Resultat?
Vielleicht stehen die Antworten ja auch in dem Buch, aber wenn ich das Buch bekomme, will ich natürlich gleich loslegen und nicht erst dann das benötigte Material bestellen.

Naja, so ganz unbedarft bin ich nun auch wieder nicht - ich habe schon geklöppelt. Ich möchte deshalb auch nicht mit dem Mobidai anfangen, sondern gleich beide Hände einsetzen - geht ja auch irgendwie schneller.

Mir kribbeln schon die Finger und ich hoffe, dass ihr mir helfen könnt.

Schöne Grüße aus dem Schwarzwald.

Wendolina

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Wendolina
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#2

Beitrag von Wendolina » 18.11.2007, 08:34

Hi,
da bin ich wieder. Natürlich war ich nicht untätig! Eine Teilantwort habe ich gefunden.

Für alle, die sich überlegen von Mobidai auf die traditionelle Art umzusteigen, wurde empfohlen, ein Tischmarudai zuzulegen; hierauf kann man die Schablonen noch benutzen.

Bei dem großen (normalen) Marudai sagte man mir, solle man sich als Anfänger für schwerere Tama entscheiden.

Jetzt schauen wir mal, was die Post mir demnächst bringt :o .

Ich werde mich auf jeden Fall wieder im Forum melden und mitteilen, wie es mir als Anfängerin so ergangen ist mit dem Marudai. Aber ich fürchte, dass es eine Weile dauern wird, da meine Töchter (14 und 16) schon Anspruch auf den ersten Versuch erhoben haben.

Naja, bis dann eine schöne Zeit, und dass mir keiner im "Weihnachtsstress" untergeht.

Liebe Grüße aus dem Schwarzwald.

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Stefan
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#3

Beitrag von Stefan » 18.11.2007, 22:36

Hallo Wendolina,

also auf dem Tischmarudai kann man keine Schablonen benutzen, da auf dem Marudai beidhändig, auf den Mobdai aber nur einhändig gearbeitet wird! Schablonen für das beidhändige Arbeiten auf dem Marudai folgen noch im Dezember. Infos gibt es in Kürze auf unserer Homepage. Außerdem ist dieser Tischmarudai weder Fisch noch Fleisch. Für richtiges Arbeiten ist er einfach zu klein und wackelig.

Ich rate Dir als Grundausstattung:
- einen Marudai 40cm
- mindestens acht 70g Holz - Tamas
- und das Buch von Gabriela Markova "Flechtkunst aus Japan"

Beim Material rate ich Dir zu Baumwollgarnen, wie Perlgarn oder Aida von Coats oder 1mm Baumwollkordel. Die Satin- und Viskosekordeln sind eigentlich für den Marudai zu glatt und halten nur mit Mühe auf den Tamas.

Liebe Grüße

Stefan

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Dominik
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#4

Beitrag von Dominik » 20.11.2007, 14:24

Hallo Stefan,

Deine Antwort veranlaßt mich, auch etwas dazu zu sagen - denn immerhin biete ich die Tischmarudais mit Schablonen an.

Grundlegend sei gesagt, daß das Flechten am Marudai von der Tätigkeit her etwas ganz anderes ist als auf einer Flechtscheibe. Ich möchte es als "gehaltvoller" bezeichen.
Persönlich würde ich meinen Kindern lieber den Tischmarudai zum Flechten geben als die Flechtscheiben.
Es wäre genauso wie beim Klavierlernen der Unterschied zwischen einem etwas verstimmten Klavier und einem immer exakt klingenden Keyboard - das Keyboard erzeugt keine lebendige Musik aber das verstimmte Klavier, ist also in diesem etwas anderen Sinne "gehaltvoller".

Solche Dinge sind mir wichtig und damit die "Einstiegshemmschwelle" für den Marudai sinkt, biete ich den Tischmarudai auch in Verbindung mit den Schablonen an.

Denn ich habe es selbst probiert und es funktioniert wunderbar! Warum soll man nur mit der Handarbeit kreativ sein und nicht mit den zur Verfügung stehenden Werkzeugen?

Sicherlich, die Schablonen sind für einhändiges Arbeiten ausgelegt, weil ja die Schritte einzeln durchnummeriert sind - doch es braucht nicht viel intellektuelle Anstrengung um mit ihnen auch beidhändig zu arbeiten.

Der Tischmarudai hat sehr wohl seine Daseinsberechtigung und wird daher gern gekauft. Nicht jeder ist sich von vorn herein im Klaren darüber, ob er dieses Hobby lange und intensiv ausübt. Da der Anschaffungspreis um einiges geringer ist, ist er also zum probieren und herausfinden ideal. Desweiteren dürften gerade kleinere Kinder mit den großen Marudai Probleme haben; auch für sie empfiehlt sich der Tischmarudai. Last but not least wären da noch Kindergärten, Schulen und Therapieeinrichtungen, die ebenfalls vom Tischmarudai profitieren.

Richtig ist: "für richtiges Arbeiten ist er einfach zu klein" - das ist jedoch auch nicht sein Anspruch und bleibt dem großen Marudai vorbehalten.

Daß er "zu wackelig" wäre, höre ich zum ersten Mal.

herzliche Grüße, Dominik

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#5

Beitrag von Blackworx » 20.11.2007, 16:42

Hallo Dominik,

Scheinbar hast du übersehen, dass Wendolina schreibt:
Naja, so ganz unbedarft bin ich nun auch wieder nicht - ich habe schon geklöppelt. Ich möchte deshalb auch nicht mit dem Mobidai anfangen, sondern gleich beide Hände einsetzen - geht ja auch irgendwie schneller.
Deshalb hätte auch ich ihr zu einem "richtigen" Marudai ohne die für den Mobidai(R) gedachten, einhändigen Musterschablonen geraten.

Ob der Tischmarudai etwas für Kinder oder in Handarbeiten ungeübte Anfänger ist - darüber lässt sich sicher streiten.

Gruß,

Blackworx

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Dominik
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#6

Beitrag von Dominik » 20.11.2007, 21:31

Hallo Blackworx,

eigentlich habe ich nur auf Stefans Statement zum Tischmarudai meinen Beitrag geschrieben. Als Initiator des "Tischmarudai mit Schablonen" konnte ich das so nicht im Raum stehen lassen.

So schrieb ich ja auch:
Richtig ist: "für richtiges Arbeiten ist er einfach zu klein" - das ist jedoch auch nicht sein Anspruch und bleibt dem großen Marudai vorbehalten.
Den Ratschlag, in Wendolinas Fall einen "richtigen" Marudai zu nehmen, unterstütze ich voll und ganz.

machts gut, Dominik

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