kleine Anhänger aus Prometheus Jeweller's Clays

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kleine Anhänger aus Prometheus Jeweller's Clays

#1

Beitrag von Blackworx » 18.06.2017, 12:45

Hallo Metal Clay Fans,

wir (Roswitha, Stefan und ich) haben an Pfingsten die neuen Prometheus Jeweller`s Bronze Clays das erste Mal getestet. Und ich will euch die Ergebnisse nicht vorenthalten und kurz berichten.

Die neuen Clays fühlen sich prima an. Sehr weich und leicht gummiartig. "Non sticky" - also nicht kleben heißt das heutzutage. Aber ich kann es bestätigen. Schmutzig wurden die Finger erst, wenn an den Clay Wasser kam.

Wir konnten die Bronze Clays direkt aus der Packung verarbeiten (erst einmal kein Wasser dazugeben). Klar, um einen Ring am Ringstock zu halten muss man das Ringmaßpapier etwas feucht machen, und auch ausgefranste Ränder werden mit einem Tropfen Wasser auf dem Finger bearbeitet, wie immer. Aber geht damit eher sparsam um.

Ich habe zum Test vor allem kleine, flache Anhänger gemacht, eben die Dinge, die man gerne zuerst versucht. Das Ausstanzen von Molds (wie immer leicht gefettet) klappte prima: Es waren Stempelformen, fertige Prägeformen / Texturmatten und auch eine selbstgemachte Prägeform aus Silikon im Einsatz. Diese war für den Blattanhänger und aus dem Fundus von Roswitha.

183 182

Da es von jeder Sorte der neuen Prometheus Bronze Clays auch eine Spritzmasse gibt wurde diese natürlich auch getestet. Da die Arbeit mit Spritzmasse ist, habe ich das Stefan und Roswitha überlassen. Auch dazu ein Beispiel:

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Auch die Spritzmasse lässt sich schön verarbeitet und haftet an der Unterlage aus Modelliermasse wie sie soll. Eine Paste gibt es nicht fertig: Die muss man auch etwas Modelliermasse selbst herstellen. Damit werden wie immer Teile zusammengesetzt, Risse gefüllt und unschöne Stellen verbessert.

Roswitha und Stefan haben auch Ringe gearbeitet. Auch das hat gut funktioniert. Der Schrumpf betrug zwischen 4-6 Größen bei einem Ring aus einer gerollten "Wurst" und schmalen Bandringen. Leider fehlen mit dazu noch die Fotos...

Beim Trocknen darauf achten, dass die Schmuckstücke nicht an der Unterlage festkleben. Also lieber auch etwas Öl oder Vaseline auf z.B. die Silikonunterlage geben.

Gebrannt werden alle drei Modelliermassen: Prometheus Jeweller's Light Yellow Bronze, Prometheus Jeweller's Greenish Yellow Bronze und Prometheus Jeweller's Sterling Bronze in zwei Schritten in Kohle. Da wir zu dritt einige Teile gemacht hatten haben wir dazu den großen Prometheus Pro 7 Brennofen eingesetzt.

Wir haben jede Sorte getrennt gebrannt - schließlich lief unser Test fast 3 Tage. Die Anleitung liegt jeder Packung bei. Alle Teile sind gut gesintert und stabil. Selbst dieses kleine Bienchen:

189

Nur leider haben wir bei Prometheus Sterling Silber Bronze einen Fehler gemacht: Da es momentan kein Zubehör aus weißer Bronze gibt haben wir schnell solche aus Feinsilber verwendet.

:!: Keine Gute Idee. Das Feinsilber übersteht den Brand nicht - es schmilzt. Bei einem Anhänger von mir sah das dann (selbst auf der Vorderseite) so aus:

181

Das Silber ist in die Bronze hineingeflossen! Also nicht nachmachen! Was man hier aber auch gut sieht: Das Bearbeiten bis zum Hochglanz funktioniert auch bei den Bronze Clays. Allerdings braucht man Geduld und sollte unbedingt schon vor dem Brand gut arbeiten. Allein nach dem Brand ist es schwer bis fast unmöglich.
Zuletzt geändert von Blackworx am 18.06.2017, 12:52, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Bild defekt

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#2

Beitrag von Silberfrau » 19.06.2017, 11:30

Muss bei über 961 Grad gebrannt werden? Klar schmilzt dann selbst Feinsilber. Aber mann könnte die Teile später anlöten.

Also es hantelte sich um "White Bronze- Clay", nicht um Silber?
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#3

Beitrag von Silberfrau » 20.06.2017, 13:26

Nochmal zurück zu "Sterling Silber Bronze". Hatte gestern wenig Zeit.

Mit dieser Bezeichnung wäre ich in der Bewerbung vorsichtig, es sei denn, ihr habt euch dahingehend abgesichert.
"Sterling" und "Sterling Silber" impliziert sehr stark, dass es sich um echtes Sterlingsilber handelt, was ja nicht der Fall sein kann, wenn beim Brand selbst Feinsilber schmilzt. Da solltet ihr eure Verkaufsbezeichnung nochmal überdenken, damit ihr nicht in eine Abmahnfalle lauft.

Sollte ich falsch liegen und es beinhaltet tatsächlich 92,5 Prozent Silber so würde mich doch sehr stark interessieren, woraus die restlichen 7,5 Prozent bestehen, die solch einen hohen Schmelzpunkt ermöglichen.
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#4

Beitrag von Blackworx » 20.06.2017, 14:15

Hallo Silberfrau,

alle Modelliermassen im Test waren aus Bronze.

die weiße, fast silberne nennt sich :

Prometheus™ JEWELLER`S Sterling White Bronze Clay Modelliermasse oder Prometheus™ JEWELLER`S Bronze Clay Sterling - je nachdem wie man es auf der Packung lesen mag.

Das sollte doch eigentlich deutlich genug sein, oder? Muss mich mal schlau machen, wie andere solche Bezeichnungen bei Bronze handhaben. Sorry, wenn das in meinem Beitrag nicht so deutlich war.

Die Brenntemperatur lag "nur" bei 770°C -2 Stunden in der Kohle. Deshalb hatten wir eben nicht erwartet, dass das Feinsilber schmilzt. Ein Draht (wohl Sterlingsilber ?) hat es aber überlebt....

Gruß,

Blackworx

P.S: Es gibt von Prometheus seit wenigen Tagen auch einen Sterling Silber Clay (Silber 950). dazu mehr demnächst.

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#5

Beitrag von Silberfrau » 20.06.2017, 14:35

Aaah, ok, dann hat sich wohl ein Eutektikum gebildet.

Ich werd mal versuchen, mich über diese Sterling Geschichte schlau zu machen. Auf der Packung ist das Wort Bronze ja in fetten Blockbuchstaben abgebildet, aber die Regelungen in der TR oder auch international könnten möglicherweise von unseren abweichen.
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#6

Beitrag von Silberfrau » 21.06.2017, 09:58

"Sterling" alleine ist wohl kein Problem, nur lieber nicht "Sterling Silber" oder "Sterling Standart" schreiben.

Kann man die Weiße Bronze mit Schwefelleber schwärzen?
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#7

Beitrag von Blackworx » 24.06.2017, 15:28

Hallo Silberfrau,
Kann man die Weiße Bronze mit Schwefelleber schwärzen?
Ich weiß, das man Bronze Clays schwärzen kann. Aber der Versuch mit der Prometheus Sterlings White Bronze steht noch aus. Aber warum nicht? Vielleicht versuche ich es mal demnächst...

Gruß,

Blackworx

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