Silber-Ring nach dem Brennen hämmern?

Allgemeine Fragen zu Clay aus Kupfer, Bronze, Silber & Gold
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ITpeace
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Silber-Ring nach dem Brennen hämmern?

#1

Beitrag von ITpeace » 18.01.2017, 19:23

Hallo zusammen, :)
Ich hab mir vor kurzem Art Clay Silber bestellt und freue mich schon drauf, wenn es endlich da ist.
Hab jetzt aber im Internet gelesen, dass 999 Silber sehr weich im Vergleich zum Sperling Silber ist.
Ich würde gerne mit einem kleinen Hammer so Dellen reinschlagen, als Schmiede Optik. Funktioniert das nach dem Brennen oder mach ich den Schmuck, z.B. Ring, eher kaputt? :?

Ich freue mich über jeden Tipp den ihr mir geben könnt :)

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#2

Beitrag von Blackworx » 21.01.2017, 11:10

Hallo ITpeace,

man darf zwar gebranntes Art Clay vorsichtig in Form klopfen, wenn der Ring z.B. nicht ganz rund oder ganz wenig zu klein ist. Aber "Schmiedeoptik" - das wäre mir zu riskant. Ich würde eher versuchen, diese schon beim modellieren des feuchten Silberton schon einzuplanen und zu modellieren.
Ungebranntes Art Clay hämmern - das funktioniert nur zur Pulverisierung. Und das ist ja nicht dein Ziel...

Viele Grüße,

Blackworx

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#3

Beitrag von ITpeace » 23.01.2017, 20:07

Vielen Dank für die Antwort.

Ist das 999 Silber dann nicht zu weich für Schmuck?
Es wird ja hauptsächlich Sterlingsilber verwendet. Worin liegen hier die Vor- oder Nachteile?

Bin sehr neugierig :D

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#4

Beitrag von Blackworx » 25.01.2017, 12:49

Hallo ITpeace,

Zu weich ist Feinsilber nicht für Schmuck. Aber eben doch etwas empfindlicher. Aber wer wirft schon Z.B. seinen Ring absichtlich mit voller Wucht auf den Boden oder tritt darauf. Dies sind die Momente, in denen Schmuck aus Feinsilber Metal Clay zerbrechen kann. Aber eben auch (falls es keine 1000 Teile sind) wieder repariert werden kann.

Diese weichere Struktur liegt zum einen am Silber 999 = Feinsilber. Zum anderen aber auch an dem sogenannten Sinterprozess der Modelliermasse. Es ist eben nicht geschmiedet! Aus den Silber - Modelliermassen entstehen Schmuckstücke, die geschmiedet teils nur sehr aufwändig herzustellen wären. Diese Flexibilität in der Gestaltung ist ein klarer Vorteil.

Die Vorteile vom Feinsilber 999: Es löst weniger Allergien aus. So haben auch Menschen mit Nikelallergie normalerweise keine Probleme mit Schmuck aus Art Clay Silver 650 oder Art Clay Silber 800 SLOW TARNISH.

Seit letztem Jahr gibt es von Art Clay auch eine Modelliermasse, die quasi Sterlingsilber darstellt: Art Clay Silver 950 http://www.artclayworld.de/de/ARTCLAY_Silver950.html. Diese ist bruchfester, bringt aber eben eventuell wieder Probleme für Menschen mit empfindlicher Haut. Außerdem gibt es leider nur die Modelliermasse, keine Paste oder Spritzmasse. Und alle drei zusammen ergeben erst die vielen Möglichkeiten von Metal Clay.

Daher sind Modelliermassen aus Feinsilber nach wie vor die von den meisten Schmuckgestaltern bevorzugte Variante.

Gruß,

Blackworx

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#5

Beitrag von Silberfrau » 09.03.2017, 01:35

Hallo ITpeace,

zu deiner 1. Frage: wenn du hämmern möchtest, solltest du hierfür keinen Clayring sondern einen aus konventionellem gezogenen bzw. gewalztem Silber nehmen.
Wie meine Vorrednerin schreibt, wenn du die Hammerschlagrtruktur im Clayring haben willst, solltest du sie auf andere Weise vor dem Brennen anbringen.
Es gibt ja eine Technik, den Clay auf eine Strukturunterlage zu walzen und zum Ring zu formen. Nimm etwas Fimo, und aus dem größten Teil walzt du eine gleichmäßig dicke Platte aus. Aus einem kleinen Stück machst du eine Art Stempel mit konkavem Ende und bäckst diesen. Dann bestempelst du damit die Fimoplatte und bäckst auch diese. Nun kannst du deinen Clay auf diese Platte walzen und zum Ring formen.

Zu deiner 2. Frage: Die größere Weichheit des Feinsilbers kann einfach kompensiert werden, indem die Teile eben etwas dicker angelegt werden, als in Sterlingsilber. Außerdem sind flächige, polierte Oberflächen in Feinsilber auch wenig geeignet, da sie schneller verschrammen. Aber die große Stärke des Silberclays ist ja gerade, dass man sehr einfach Strukturen auf die Oberfläche aufbringen kann, so dass man Kratzer praktisch nicht sieht.
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#6

Beitrag von Silberfrau » 17.06.2017, 12:11

Hier habe ich ein geeignetes Werkzeug gefunden, das kann man sicher ganz einfach selbst nachmachen.
http://euclids.com/img/TFFPS_2.jpg
Man muss den Clay strukturiren, bevor man das Ringband formt. Würde man den Clay damit erst auf dem Ringstab bearbeiten, würde sich die Ringgröße erheblich vergrößern.
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